Donnerstag, 30. Januar 2014

"KURS SAN BLAS - WICHUBHUALA"

Wind und somit auch Schwell steht heute Morgen in die Bucht, was üblicherweise zu einem recht unbequemen Schaukeln beitragt, uns heute jedoch sehr willkommen ist, weil es bedeutet, dass der Wind ein wenig nach Norden gedreht hat und wir nicht so Hart am Wind segeln müssen.

Gleich nach der Ausfahrt aus Puerto Lindo setzten wir Groß und Genua und haben bald ein unglaublich schönes Segeln entlang der panamaischen Küste, die wir noch gut in ihren Konturen erkennen können. Kontinuierlich legt auch heute wieder der Wind auf bis zu 30 Knoten zu, dem entsprechend bauen sich auch langgezogene Wellen auf, die uns wieder dieses schöne „Atmen des Meeres“ vermitteln.

Irgendwann gibt’s „Flachwasseralarm“ vom Tiefenmesser, der kurz darauf nicht mehr die Tiefe anzeigt, was doch ein wenig beunruhigend ist, erwartet uns doch ein Revier, in dem der Tiefenmesser fast das wichtigste Instrument an Bord ist, wenn man die schönen Buchten der vielen kleinen Inseln ansteuern will und sämtliche Wege meist zwischen Riffen, Sandbänken und sonstigen Untiefen vorbei führen.



Wir suchen uns schon jene Ankerplätze aus, die auch gut ohne Tiefenmesser anlaufbar sind, als bei der Ansteuerung in den „San Blas Channel“ die Wassertiefe wieder weniger wird und plötzlich auch der Tiefenmesser wieder so reagiert, wie wir es von ihm gewohnt sind. Wir segeln Porvenir entlang, sehen die ersten palmenüberzogenen Inseln und gehen am frühen Nachmittag nahe der Insel Wichubuala vor Anker. Wassertiefe 16,50 Meter, was eine echte Freude bereitet, dies ins Logbuch zu schreiben.

Ein kurzer Schiffscheck zeigt, dass wir auch heute wieder recht viel Wasser in der Bilge haben, was dieses Mal ganz offensichtlich nicht von irgendwelchen nicht geschlossenen Luken kommen kann. Süßwasser! Bei einem sogenannten „Blindschlauch“ der Wasserleitung hat sich der Endverschluss gelöst, was zur Folge hatte, dass wir jedes Mal wenn wir die Wasserpumpe einschalteten, Wasser von diesem Schlauch über die Dusche ins Schiffsinnere bekamen. Kostbares Süßwasser ist so verloren gegangen.


Erich entpuppt sich schnell als ein perfekter und sehr gewissenhafter Handwerker und so gelingt es uns bald gemeinsam, die undichte Stelle zu schließen und endlich das Gute Revue passieren zu lassen, was wir heute erlebt haben. Ein traumhafter Segeltag mit enormen Massen an Wasser, die auf uns zurollten um sanft unter uns hinwegzugleiten, ehrfürchtige Bilder, die in unsere Köpfe wanderten, schöne, unvergessliche Bilder. Morgen wird einklariert.