Sonntag, 25. Januar 2015

„VIRGIN GORDA – VIRGIN GORDA YACHT HARBOUR – THE BATH“

Zur Kolonialzeit haben einmal knapp über 8.000 Menschen auf Virgin Gorda gelebt. Das war, wie die Spanier Silbervorkommnisse auf der Insel vermutet haben und einen Stollen in der Nähe von Copper Mine Point angelegt haben. Gefunden haben sie Kupfer, den dann die Engländer, wie sie die Insel eroberten, abbauten und nach Europa verschifften. „Viel zu heiß“, meint unser Taxifahrer, wie wir ihm von unserer Absicht erzählen, die Kupferstollen zu besichtigen. „Besser, ich bring euch zu den `The Bath´“.


Heute leben rund 1.150 Menschen auf Virgin Gorda, das schon am ersten Tag all unsere Sympathien erhalten hat. Es ist so eine Insel, wo man sich ganz einfach wohl fühlt. Alle sind freundlich, zuvorkommend, aufgeschlossen. Wie unser Taxifahrer, der einen kleinen Umweg über die Fähranlegestelle fährt und uns dabei begeistert von seiner Freundin `Angelika´ in Deutschland erzählt. All seinen deutschen Wortschatz gibt er uns preis und sagt „Alles gut“, wie wir am Eingang zum Nationalpark „The Barth“ ankommen  um dieses Naturereignis zu besichtigen.



Man sagt, dass diese gewaltigen Granitblöcke vor langer, langer Zeit im Zuge von Vulkanausbrüchen an die Oberfläche gehoben wurden und durch langsames Abkühlen das heutige Landschaftsbild entstanden ist. Es ist schon beeindruckend, welche Massen da bewegt wurden und vor allem, dass sie so wunderschön ineinander und zueinander verschachtelt sind, dass man zwischen und unter ihnen durchgehen kann und immer wieder reizvolle Eindrücke entstehen, mit Blick auf die See, auf die ankernden Schiffe, zum Strand. Ein Labyrinth von Schluchten und Gängen im Wasser und an Land.





Wir durchwandern dieses Labyrinth, klettern kleine Holzleitern hinauf und wieder hinab, schlängeln uns an Seilen weiter, durchwaten immer wieder kleine Seen und erreichen den schönen Sandstrand am Ende des Parks, wo man schließlich feststellt, dass dieser Ort das beliebteste Ausflugsziel auf Virgin Gorda ist. Im Wasser und an Land.








Im Restaurant „Top of the Hill“ wird wieder serviert. „Hamburger“ und „Cheesburger“ stehen auf der Speisekarte, in allen Varianten. Mit Ketchup, ohne Ketchup, mit und ohne Mayonnaise, mit und ohne Salat, mit und ohne Pommes. Alles ein bisschen oder ein bisschen sehr viel amerikanisch. Aber nur dort, wo die Touristen sind. So wie wir.






Schon am Taxistand vor dem Virgin Gorda Yacht Harbour hören wir lautstarke Musik. Im Marinarestaurant spielt eine Band. Laut und falsch aber mit enormer Begeisterung und vor allem karibische Lieder. Es ist fast so etwas wie ein netter Sonntagsnachmittagsausklang. dieses fröhlich-musikalische Miteinander von heimischer Bevölkerung und Segelpublikum. An Bord der Santina gewinnt Uschi wieder einmal ein Backgammon-Match. „Jetzt sagst nichts mehr“, meint sie triumphierend.



Samstag, 24. Januar 2015

„VIRGIN GORDA – VIRGIN GORDA YACHT HARBOUR - BATTERIELADEGERÄT“

Es regnet am Morgen, der Himmel ist wolkenverhangen, wir verschieben unseren Inselausflug auf morgen. Zeit genug, um sich wieder einmal um das Schiff zu kümmern und nach langer Zeit wieder einmal einen Schiffsausrüster zu besuchen. „Wir können alles mit Bordmittel in Ordnung bringen“, sag ich zu Uschi nach der Besichtigung von Werftgelände und Bootszubehör-Shop, weil es auch hier so ist, dass es alles gibt, nur nicht das, was man gerade braucht.

Zeit um Wäsche zu waschen und Zeit genug, um endlich alle Stromversorgungskabel zu überprüfen, die Stecker und sonstigen Verbindungen miteingeschlossen, die die Batterien und das Ladegerät versorgen. „Es ist an der Zeit, das neue Batterieladegerät anzuschließen“, sag ich noch nicht ganz resignierend zu Uschi, weil alles überprüfte in Ordnung war, keine Fehlerquellen entdeckt wurden. Am späten Nachmittag – aber noch vor der Happy Hour – kommt mein freudiger Ruf aus dem Salon in Richtung Cockpit, wo inzwischen auch die Wäsche trocken wurde, dass mit der Stromversorgung alles wieder in Ordnung ist. „Das Batterieladegerät war defekt, das bereits bekannte und vorprogrammiere `nicht ewig funktionieren dürfen´ hat funktioniert, das neue Gerät, das wir schon seit Monaten spazieren segeln, spielt alle nur erdenklichen Leuchtdiodenstücke und vor allem, es ladet Land-Strom in die Schiffs-Batterien.“

Zur Happy Hour feiern wir die Happy Hour an Bord der Santina, Helmut ist natürlich auch dabei, mit Batteriefett, das wir nutzen müssen, gewissenhaft das funktionierende Provisorium zum funktionierenden Bestandteil machen um bald darauf im Marina-Restaurant die Feierlichkeiten des Tages fortzusetzen. Alles ist wieder so ausgezeichnet, was keinesfalls nur durch das Erfolgserlebnis einer geglückten Reparatur vermittelt wird, sondern vor allem durch alles das, was uns hier an Eindrücken begegnet.

Wir kaufen karibische CD´s und besuchen eine Bar, abseits des Yacht-Harbour-Geschehens. Eine kleine Holzhütte, bunt bemalt, unter Palmen, zwischen Sträuchern, lautstarke Musik, Discobeleuchtung, Glitzerboden, der Discjockey in einer finsteren Ecke, die Bardame lächelnd die Hüften schwingt. Wir sind die zweiten, dritten, vierten und fünften Gäste. An den Wänden Flaggen von Nationen, naive Bilder, ein Kuhgeweih, die gesamte Hütten-Konstruktion so, dass wir letztendlich beruhig feststellen, dass mit Schneelasten nicht zu rechnen ist.

Bald nach uns kommt heimisches Publikum. Da haben wir schon längst lustige Bekanntschaft geschlossen, tanzen (!) und Angelika großes Lob erhält: „Sie tanzt wunderbar, hat ein ganz tolles Rhythmusgefühl zu Reggae, Salsa, Bachata.“ Sozusagen zu allem, was sie heute Abend für uns spielen. Es ist wieder ein unglaublicher Abend, stimmt vor Freude fast ein wenig sentimental. „Wo wir sind!“ 

Freitag, 23. Januar 2015

„ANEGADA – VIRGIN GORDA – VIRGIN GORDA YACHT HARBOUR“

Einmal Ankerabdrift-Alarm, einmal kein Wind, einmal etwas mehr Wind, sonst war die Nacht recht ruhig. Wir haben unseren Ankerabdrift-Alarm so eingestellt, dass er anschlägt, wenn sich das Schiff 100 Fuss von jenem Ort entfernt, wo zuletzt der Anker gefallen ist, was bei diesen Windverhältnissen, nämlich kein Wind, allein durchs Schwojen und durch den einsetzenden Tidenstrom recht rasch erreicht werden kann. So wie heute Nacht.

Heute Morgen ist das Wetter so, dass man es durchaus als „kitschig“ bezeichnen kann. Eine herrliche Briste aus Ost, das Meer ganz leicht bewegt, das Atmen des Atlantiks ist spürbar, ein sanftes Auf und Ab der Dünung und Anegada zeigt sich im Morgenlicht von ihrer schönsten Seite. Ein schmaler, weiß leichtender Streifen trennt die Insel vom Meer, es folgt ein ebenso schmaler grüner Streifen, darüber ein scheinbar endloses Blau mit vielem, kleinen rundlich-weißem Wattebausch.


Wir gehen Anker auf, setzen die Segel und gehen Kurs Virgin Gorda. „So könnte es immer sein“, lacht Uschi am Weg in den Süden, „so würde ich auch um die Welt segeln.“ Wir bleiben in den British Virgin Islands, sagen ganz einfach nur Danke zum lieben Wind, zu den vielen kleinen Wellen, zur Sonne, zu den Regenschauern, die vor uns vorbei ziehen und zu den Menschen auf den Inseln, für alles was sie uns bisher gegeben haben, auch für die Selbstverständlichkeit der Integration.

Wir segeln vorbei an den beiden Inselgruppen Seal Rocks und Dog Islands, könnten noch stundenlang so weitersegeln, erreichen aber bald die St. Thomas Bay mit der schmalen aber gut betonnten Einfahrtsrinne, die uns zwischen den Riffen hineinführt in den Virgin Gorda Yacht Harbour.


„Jedes Mal wenn wir eine Marina anlaufen, scheint etwas nicht zu funktionieren“, stellt Uschi schon nach wenigen Minuten im Yacht-Harbour fest, weil das Batterieladegerät den Strom nicht so weiter gibt, wie es sein sollte, nämlich zu den Batterien. „Wir haben genug Strom“, stell ich nach erster vergeblicher Reparaturmühe fest.


Gemeinsam besichtigen wir die Anlage um den Yachthafen, der wieder einmal zum Rockefeller-Imperium gehört und der ebenso wie die Nanny Cay Marina als ein Liegeplatz für unsere Santina auf unserer Besichtigungs- und Anfrageliste steht. Der Yachthafen verfügt über Service- und Reparatureinrichtungen, hat Platz für rund 150 Schiffe, es gibt Wasser und Strom an den Liegeplätzen, die Duschen sind vorbildlich, ein Einkaufsladen ist im Areal, ebenso ein Schiffszubehörgeschäft, kleine Boutiquen und Souvenirläden und natürlich ein Restaurant und eine Bar, die Helmut und ich gleich nach unserem Anlegemanöver und der Anmeldung im Marina-Büro besichtigen. Das Bier in der Bar ist sehr gut. Alles in allem eine sehr familiäre Marina in einer sehr gepflegten Parkanlage.

„Auch die Taxifahrer sind sehr nett“, muss man alles vor erwähnte ergänzen, weil uns gleich der erste – William sein Name – am Abend ins Restaurant „Rock Cafe“ führt, wo uns der nächste William empfängt und wir bald zwischen Riesenfelsen und unter Palmen gleich neben einem rauschenden Wasserfalls sitzen. Eine Atmosphäre wie in einem karibischen Bilderbuch, die von den Klängen des Klavierspielers in der Piano Bar begleitet wird.

Zu Fuß geht’s zurück zum Yacht-Harbour, gegessen haben wir natürlich sehr gut, immer den Linksverkehr beachtend, die Schlichtheit der Häuser, alles umrahmt von unzähligen Geräuschen, ein Sternenhimmel zum Greifen nahe, endlich wieder karibischer Reggae, lautstark, bis in die Kojen, dann eine plötzliche Ruhe. „Schön ist es hier!“

Donnerstag, 22. Januar 2015

"ANEGADA - INSELAUSFLUG"

Seit Mitternacht herrscht absolute Flaute, was in der Nacht mit kleinen Ankerwachen verbunden war, weil die Vielzahl der hier ankernden Schiffe in alle Richtungen geschwojt sind. Berührungen sind ausgeblieben, die Umsicht und die Disziplin sind vorbildlich, ein wohltuendes seglerisches Miteinander auch in den Nachtstunden erlebbar, fehlender Schlaf am Morgen spürbar.


Die kleinen Scooter, die wir uns gestern organisiert haben bringen uns nach "The Settlement", in die "Hauptstadt" der Insel. Zehn bunte Schrebergartenhäuser haben sich hier verstreut an Sandwegen angesiedelt, eine kleine Kirche, alles nicht höher als die höchsten Sträucher, die wiederum den Ort in ein buntes karibisches Licht rücken. Keine Menschenseele ist zu sehen.


Wir fahren in die Loblolly Bay in den Nordosten der Insel. Draußen wieder das langgezogene Riff, das den weiß-rosa leuchtenden Sandstrand vor den Wellen des Atlantiks schützt. Die Brandung ist jedoch sehr gut zu hören. Auch hier finden wir ein nettes Restaurant mit Bar, wo vieles aus dem Schwemmgut vom Strand erbaut wurde und wo es originelle Fender von Schiffen gibt, die hier ihren letzten traurigen Ankerplatz gefunden haben.



Grün ist die Insel. Wir sehen vorwiegend Strauchgruppen verschiedenster Arten und kleine Bäume, oft Manchionell-Trees, vereinzelt Palmen, einige Flamingos, die im Inselinneren in sogenannten `Ponds´ nach Nahrung suchen. Kleine, zusammenhängende Seen. Red Pond, Flamingo Pond.


Keine Häuser weit und breit. Nahezu die gesamte Insel wurde von der British-Virgin-Islands-Naturparkstiftung zur siedlungsfreien Zone erklärt. "Keine Zersiedelung", sag ich zu Uschi. "Sehr gscheit."


Am Straßenrand weiden Kühe und wilde Ziegen. Den hier lebenden und bis zu 1,60 Meter langen Steinleguan haben wir nicht entdecken können. Die Straßen sind Betonpisten, manchmal mit wenig Asphalt belegt, dann wieder aus Sand. Vereinzelt und recht willkürlich tauchen Schlaglöcher auf, die wir "Frostaufbrüche" nennen. Man fährt auf der "falschen Seite", was uns immer wieder dazu zwingt zu sagen, "Links, links, links."



Wir besuchen den "International Airport Anegada." Ein kleines Holzhaus, ein kleiner Flieger, eine kleine Landebahn. Aber International. Die beiden Bediensteten des Bodenpersonals winken uns freudig zu. Mit Besuchern haben sie heute bestimmt nicht gerechnet.


Ganz im Nordwesten gibt es den Pomato Point, mit einem herrlichen Sandstrand und einer schönen Bucht, die wiederum durch Riffe gut geschützt ist. Ein paar Schiffe ankern hier. "Alles ist hier Sandstrand", stellen wir fest, "alles in diesem leuchtenden Weiß-Rosa gehalten, fast schon kitschig."


Der Ankerplatz hat sich geleert, der sanfte Nordwind lässt viele kleine Wellen über die Bucht laufen, eine ungewohnte und recht angenehme Ruhe ist eingekehrt. Wir ankern jetzt auf 2,70 Meter Wassertiefe, sehen hinunter auf den Meeresgrund aus Sand, mit vielen kleinen Gräsern, die eine besondere Nahrung für die Schildkröten sind. An Land wird wieder das Lobster-Essen vorbereitet. "76 Lobster waren es gestern Abend", hat uns die Dame hinter der Bar freudig erzählt, was die ganze Inselromantik doch wieder in einem anderen Licht erscheinen lässt. "Die Menschen hier müssen auch von etwas leben, die Touristen verlangen es, wir waren auch dabei."



Mittwoch, 21. Januar 2015

"VIRGIN GORDA - ANEGADA - LOBSTER"

Helmut und ich zeigen uns die nach oben gerichteten Daumen wie wir uns von Cockpit zu Cockpit gleich nach dem Sonnenaufgang begrüßen. Das Wetter ist traumhaft, der Passat hat wieder eingesetzt, einem Kurs nach Anegada steht heute nichts im Weg.


Anegada heißt so viel wie "das versunkene Land" und soll so flach sein wie eine Palatschinken, was wiederum mit "Pfannkuchen" gleichzusetzen ist. Die Seefahrer sagen, dass Anegada als ein Synonym für Schiffbruch steht. Damals wie heute. Der Grund dafür liegt in den Meeresströmungen rund um die Insel, worüber es wissenschaftliche Untersuchungen gibt und wo man bis heute nicht herausgefunden hat, wie man diese berechnen könnte und auch in der geringen Höhe der Insel.



Von Virgin Gorda aus segelt man sozusagen ins Nichts. Erst wenige Meilen vor unserem Ansteuerungspunkt kann man die Konturen ausmachen. Die höchste Erhebung hat gerade einmal 9 Meter. Wir sehen die nahezu weißen, glänzenden Sandstrände und die Palmen und erkennen auch die eine oder andere Brandung entlang der Korallenriffe, die die ganze Insel umgeben. Über 300 Schiffe aller Größen und Nationen liegen hier auf Grund.



Wir segeln entlang dem Horse-Shoe-Riff, das sich rund 9 Seemeilen in südöstliche Richtungen ausbreitet und steuern wie immer recht vorsichtig die einzige Zufahrt zur Insel an. Die schmale und nicht gerade tiefe Einfahrt ist gut betonnt, der Ankerplatz mit Charterschiffen und Flottillen-Seglern überfüllt. "Die haben alle auf dieses Wetter gewartet", stellen wir nicht erst jetzt auf unserem Ankerplatz in der Nähe vom "Setting Point" fest, weil schon im Morgengrauen im Gorda Sound so etwas wie eine Aufbruchsstimmung unter den Seglern gut erkennbar war.





"Es ist traumhaft schön" halten wir im Logbuch fest, nachdem Uschi Ankertauchen war und festgestellt hat, dass sich der Anker brav auf rund 3 Meter Wassertiefe eingegraben hat, machen das Beiboot klar und motoren hinüber nach Setting Point, dem sogenannten "Geschäftszentrum" der Insel. Ein paar kleine bunte Häuser, ein paar Boutiquen, ein paar Autoverleihstationen, wo wir uns für morgen zwei Scooter reservieren, dann waren wir schon fertig mit der Ortsbesichtigung und haben bald zum Abschluss der ersten Happy Hour einen Tisch mit Stühlen im feinen Sand reserviert. Heute Abend wird die Besonderheit von Anegada serviert: Lobster.




In großen, ehemaligen Ölfässern brennt das Feuer, die Tische sind feierlich gedeckt, Fackeln schmücken die Terrasse. Langsam wechseln die sanften karibischen Klänge zum festlichen Lobster-Dinner auch in der Lautstärke zu Discomusik. Der Abend entwickelt sich von der Dinner- zur Strandparty, Menschen vieler Nationen tanzen im Strand, genießen wie wir dieses herrliche Anegada.





Dienstag, 20. Januar 2015

"VIRGIN GORDA - LEVERICK BAY - PIRATENPARTY"

"Nichts mit Anegada heute", stellen wir gemeinsam mit den Manatees am Funk fest, obwohl gestern Abend noch Jubel über die ganze Bucht zu hören war, wie endlich wieder leichter Wind aus Ost aufgekommen ist. Jetzt am Morgen herrscht absolute Flaute, der Himmel ist wolkenbehangen, in der Nacht hat es geregnet. "Kein guter Zeitpunkt für Anegada", halten wir im Logbuch fest und widmen uns jenen kleinen Arbeiten an Bord, die sich im Laufe der Tage angesammelt haben und zu erledigen sind.




Bald lacht wieder die Sonne über den Gorda Sound, als Freude über das rasch Erledigte am Schiff, als Freude über den neuen Ankerplatz in der Leverick Bay, im Westen der Bucht, gleich gegenüber vom Saba Rock, den wir gegen Mittag anlaufen. "So gehört es sich", stellen Helmut und ich lachend fest, wie unsere beiden Schiffe wieder nebeneinander liegen, weil auch die Manatee bereits recht früh die Bucht gewechselt hat.





Auch hier hat sich ein Resort angesiedelt, mit Marina, Restaurant und Einkaufsläden, wo einige davon wieder Nobel-Boutiquen ähneln, vor allem in Anbetracht der Preise. "Schade, dass wir heute Abend das so `berühmte´ "All you can eat" verpassen, denken wir uns nicht ganz ernst gemeint, das jeden Freitag hier veranstaltet wird, wo es aber doch Spaß machen würde, dieses Ereignis zumindest zu beobachten.






Ein ganz anderes Ereignis steht jedoch heute auf der Leverick-Bay-Abendordnung und somit auch uns bevor: Die "Piraten-Party", die wir besuchen und wo die Stimmung schon allein aus dem Grund eine derart lustige ist, weil der "Pirat" nicht nur sehr sympathisch ist, sondern auch die Lieder die er bringt alle derart mitreißen, dass die Rasseln ebenso wie die Hände die gesamte `Strand-Piratenstimmung´ bis weit hinaus in die Bucht zu den dort ankernden Yachten übertragen. Einige der heute anwesenden Segler dürften diese Piraten-Party schon kennen, sie haben sich auch als Piraten verkleidet und sind so ein Teil des lustigen Geschehens. Wir sind froh, den Ankerplatz hierher verlegt zu haben.