Montag, 8. Dezember 2014

„BONAIRE – BORDALLTAG – STEAKHOUSE SANTINA“

Thomas holt mich schon recht Früh von Bord der Santina ab, damit wir gemeinsam unseren Ankerplatz im Büro der Harbour Village Marina verlängern. Dieses Mal bezahlen wir nur noch bis Mittwoch, weil wir schön langsam den Wetterberichten Glauben schenken, die gegen Ende der Woche recht gute Voraussetzungen für eine Weiterreise vorhersagen.

Dann wird wieder eingekauft. Dies vor allem aus dem Grund, weil wir noch bis gegen Mittag unsere Leihautos haben und sonst der Weg vom „Van der Wheelem“ Einkaufszentrum bis zu den Schiffen doch ein langer und das Schleppen der Waren doch ein mühsamer ist.

„Dat hätten wir Männer in wesentlich kürzer Zeit jeschafft“, meint Helmut lächelnd, wie wir gemeinsam auf der Bank im Einkaufszentrum sitzen und unsere Damen beim Einkaufen beobachten. Ganz genau werden die Lebensmittel und vor allem die Getränke nach Qualität, Preis und vor allem Haltbarkeit kontrolliert, bevor sie im Einkaufswagerl landen. Irgendwann war dann auch dieser Einkauf beendet, die Waren bei der Kasse, in den Taschen, im Auto, im Beiboot und schließlich auf den Schiffen.


An Bord der Santina wird ein neues Großfall eingezogen. Alle meine Bedenken, dass dies nicht reibungslos funktioniert, waren unbegründet. Wir haben die beiden Falle zusammengenäht und überaus vorsichtig in Richtung Mastspitze gezogen. „Ich muss nicht in den Mast“ war so eine Art Erleichterungsausruf, wie das neue Fall wieder am Fußpunkt des Mastes sichtbar wurde.



Uschi und ich besuchen wieder einmal Kralendijk. Groß ist die Stadt wirklich nicht, aber es gibt eine Menge netter Geschäfte und Weihnachten steht vor der Tür. Heute sind zwei Riesen die Insel angelaufen, einer davon ist die „Mein Schiff 1“ vom Reiseunternehmer Tui, ein Passagierschiff mit 2.000 Menschen an Bord. Das andere ist noch etwas größer. So kann man sagen, dass rund 4.000 Menschen den Ort zusätzlich beleben, einkaufen, nahezu überfallen.




Ab 17.00 Uhr sind alle bekannten Crews wieder bei Karel´s versammelt. Auch wir. Das Thema des heutigen Abends ist „Auf eine gute Überfahrt“, während wir mit „Corona“ anstoßen, was durchaus ernst gemeint ist. Nur wohin die nächste Reise geht, wissen wir bis jetzt noch nicht. Für das Wochenende sind recht gute Bedingungen für einen Kurs in Richtung Osten vorausgesagt, was Aves Inseln und Los Roches Inseln bedeuten würde. „Das würd mir auch gefallen“ meint Uschi, wie wir wieder an Bord unserer Santina sitzen, beim besten Steak aller Zeiten, die Uschi gezaubert hat und beim Heulen von Hunden, wie die Sirenen von Einsatzfahrzeugen ertönen. „Wie unser Nero“ meinen wir, und denken an zu Hause, an die Los Roches und an vieles mehr.




Sonntag, 7. Dezember 2014

„BONAIRE – INSELAUSFLUG SÜD – 2. ADVENT“

Um 06.00 Uhr geht die Sonne auf, um 18.00 Uhr geht sie wieder unter. Dazwischen ist es schnell taghell oder umgekehrt schnell stockdunkel. Die Dämmerung dauert nur wenige Minuten. Es gilt somit, die wenigen Tagstunden zu nutzen. Manche Crews schaffen es dennoch, bis lange nach Sonnenaufgang ihre Kojen nicht zu verlassen oder es zumindest zu vermeiden, sich an Deck ihrer Schiffe zu zeigen. Es ist die ruhigste Zeit am Ankerplatz.

Spätestens ab 09.00 Uhr herrscht Leben in der Bucht. Es beginnt an den Funkgeräten mit der „Hugo-Runde“, etwas später auf Kanal 72 am UKW-Gerät, wo sich die Schiffe gegenseitig informieren, was gerade getan wird und was man vorhat. So wie wir. Es geht in den Süden der Insel.

Bald nach Kralendijk, südlich des Ortes Belnem beginnen die riesigen Kondensatorflächen der Salzwasseraufbereitung. Sie sind untereinander durch kleine Erdwalle unterteilt und schimmern in den unterschiedlichsten Farbtönen. In diesen Salzseen suchen Flamingos nach Nahrung, dazwischen häufen sich die gewonnenen Salzberge.



Früher einmal wurde das Salz von hier aus verschifft. Davon zeugen noch die Reste der ehemaligen Sklavenbehausungen, die an der Westküste vor den Salzseen zu besichtigen sind. Kleine gemauerte Steinhäuser, in denen die Sklaven geschlafen haben. Unvorstellbar. Erschütternd.



An Tafeln die vor den Behausungen aufgestellt sind, wird die Geschichte der Salzgewinnung sehr anschaulich gezeigt. Es ist schon sehr beeindruckend, eher deprimierend, wie die Arbeitsbedingungen und der Umgang mit Menschen zu den damaligen Zeiten waren. Die Holländer nahmen in jener Zeit – es war um 1633 – die gesamten ABC-Inseln – das sind Aruba, Bonaire und Curaçao – nicht nur wegen ihrer strategisch guten Lage erstmals in Besitz, sondern Bonaire auch wegen der vorhandenen, aber noch nicht ausgebauten Salinen. Die Arbeitssklaven zur Salzgewinnung stammten alle aus Afrika und das Salz brauchte man in Holland vorwiegend für die Glas- und Keramikindustrie und für die Konservierung von Heringen und Käse.



Wir sehen entlang dieses Küstenabschnittes auch gewaltige Sendeantennen und erfahren, dass Trans World Radio auf Bonaire eine Relaisstation betreibt, die im MW- und KW-Bereich sendet. Der Mittelwellensender der Station soll der leistungsstärkste Mittelwellensender des amerikanischen Kontinents sein.



Die Straße führt uns ganz in den Süden der Insel, vorbei am Pekelmeer bis zum Lacre Punt, wo jener Leuchtturm steht, den wir je nach Wetterlage bald umrunden und Kurs Puerto Rico oder Los Roches gehen können.



Entlang der Ostseite der Insel, der sogenannten Luv-Seite, wird dieser ohnehin karge Küstenstreifen noch etwas karger und gleicht der Strand eher einer langgestreckten Müllhalde mit angeschwemmten Wegwerfprodukten aus der Karibischen See als einer Einladung zum Wasserbad. Einige Inselurlauber betätigen sich sehr künstlerisch und schaffen unzählige Skulpturen aus diesem Müll.



Ausgesprochen schön wird es dann wieder im südlichen Bereich rund um den Lac Bay. Hier ist das Surferparadies der Insel, die „JibeCity“, das wir besuchen und wo wir einkehren. 25 Jahre ist es her, wo die ersten Hütten der JibeCity gebaut wurden, alle aus Stein und Holz, gedeckt mit Palmenblättern, bunt bemalt. „Echtes Karibisches Flair“, meinen wir auf der Terrasse, das türkise Wasser, die fröhliche Stimmung und die ausgelassene Atmosphäre genießen.







Wir umfahren den Lac Bay bis zu seiner Ostseite, wo uns auf den ersten Blick eine Art „Ausflugszentrum für Senioren“ erwartet. Erst bei weiterer genauerer Betrachtung sehen wir auch Familien, die hier mit ihren Kindern ihren Sonntagsausflug verbringen. Eine kleine Bar, gedeckt mit Blech, drückende Hitze auf der Terrasse, Livemusik vom „Allerfeinsten“, alles umrahmt von Conch-Muschelbergen entlang des schönen Strandes.






Der Rückweg zu Karel´s Bar führt uns entlang der Inselabschnitte Santa Clara und San José, wo wir nach Flamingos Ausschau halten, ins Einkaufszentrum „Van der Wheelem“. Hier haben alle Crews wieder einmal die allerbeste Gelegenheit, die Vorratskammern ihrer Schiffe zu füllen, was nach Betrachtung der Einkaufswagen auch von allen genutzt wurde. Wenig später wird dies als seglerisches Erfolgserlebnis des „an Bord nicht verhungern und verdursten müssen“ bei Karel´s Happy Hour – die wir noch nie versäumt haben - entsprechend gefeiert.




Samstag, 6. Dezember 2014

„BONAIRE – INSELAUSFLUG NORD“

Gestern haben wir Besuch aus Graz bekommen! Thomas und Maria von der SY Modesta – eine Sunbeam 39 - sind Donnerstagnacht von Grenada kommend Bonaire angelaufen und haben uns an Bord der Santina besucht. Natürlich gibt es eine Menge an Bekannten und sogar Verwandte in unserem Steirerlande, die im Laufe der Jahre zu gemeinsamen Bekannten wurden, über die man sich austauscht und sich so auch näher kommt. Manche würde es „Tratschen“ nennen.

Heute schon gibt’s den ersten gemeinsamen Inselausflug. Helmut hat 2 Autos organisiert, die wir am Flughafen abholen können und mit denen die Crews der Schiffe Manatee, Momo, Modesta und Santina bald darauf beginnen, den Nordteil der Insel zu erkunden.



Man kann sagen, dass Bonaire aus zwei Hälften besteht, dem „hügeligen“ nördlichen Teil und der flacheren Südhälfte. Schon vom Ankerplatz aus kann man eine begrünte „Hügelkette“ erkennen, deren höchste Erhebung knappe 235 Meter hoch ist und dass das, was wir als „Grün“ bezeichnen, sich bei genauerer Betrachtung als das Grün der unzähligen Kakteen abzeichnet, vermischt mit undurchdringlicher Macchia.



Wir sehen Grotten in Felsformationen, die ersten Flamingos am Gotomeer, das einer Oase in einem wüstenähnlichen Landstrich gleicht, durchfahren die Inselabschnitte Santa Krus, Dos Pos und Sabaneta und kommen nach Rincón, der ältesten europäischen Ansiedlung auf der Insel. Knappe 1.800 Einwohner sollen heute in diesem Ort leben, dessen Häuser inmitten von sanften Hügeln erbaut wurden, damit Piraten sie früher einmal vom Meer aus nicht entdecken konnten. Bereits die ersten Siedler auf Bonaire, die Caiquetíos, ein Stamm der Arawak, haben sich hier in Rincón sesshaft gemacht. Sie gaben damals der Insel den Namen „Bonay“, was so viel wie „tiefes Land“ bedeutete.


Wie nahezu auf allen anderen karibischen Inseln auch wurden diese indianischen Ureinwohner von den Eroberern als Sklaven nach Hispaniola, der heutigen Dominikanischen Republik, entführt. Das war in den Jahren 1513 bis 1515. Die Insel wurde ja als „nutzlos“ bezeichnet und somit entvölkert und menschenleer verlassen, während man auf den anderen Inseln, vor allem den Kleinen Antillen, die Ureinwohner entweder ermordet oder als Sklaven für die Zuckerrohrplantagen eingesetzt hat.


Wir tanken in Rincón unsere Toyotas, besuchen ein kleines Lebensmittelgeschäft, kaufen Getränke und Eis, sehen die kleine Kirche von Rincón und fahren zwischen weiträumig angelegten „Schrebergartenhütten“ inmitten von spärlichem Grün weiter in Richtung des Inselteiles Venezuela, zum Washington-Slagbaai National Park.


Hier werden wir schon beim Eingang vom Skelet eines großen Wals begrüßt, ein wenig weiter vom Ranger, der meint, dass man sich für den Besuch des Nationalparks doch mehrere Stunden Zeit nehmen müsste. „Off Road“ sagt er, wie wir die Einfahrt in den Nationalpark passieren und schon bald zeigt sich, dass die Straßen tatsächlich immer schlechter werden, unsere Geländeautos zwar so aussehen, aber doch keine sind und dass die Säulen und Kandelaberkakteen immer größere und dichtere Dimensionen annehmen. Jetzt ist es nicht mehr so, dass man einfach nur sagt, „Naja, Kakteen“, jetzt ist es so, dass diese Art des stacheligen Bewuchses in Verbindung mit seinen Landschaftsformen eine echte Faszination auf uns ausübt. Wenngleich sich die Vielzahl der Tiere, die wir hier erwarten sollten, noch im Verborgenen hält.





Wir fahren bis an die Westküste, sehen eine leicht bewegte Karibische See und finden dann doch nach mehreren Stunden recht ordentlich durchgebeutelt wieder zurück zum Ein- und Ausgang aus dem Nationalpark, wo im Museum die Geschichte der Insel spärlich aber doch sehr anschaulich dokumentiert ist:


Nachdem man zuerst die Insel entvölkert hatte, wurden wenige Jahre später, das war um 1526, einige der überlebenden Ureinwohner wieder hierher zurückgebracht, damit man sie für die Viehzucht einsetzen konnte. Die Spanier waren es, die auf Bonaire Vieh ausgesetzt haben, das ab und zu zusammengetrieben und wegen der Häute „ausgedünnt“ wurde. Aus dem Fleisch der Tiere machte man mit Hilfe der natürlichen Salinen, die mittlerweile auf der Südhälfte der Insel entdeckt wurden, Pökelfleisch, das vom natürlichen Hafen Slagbaai, der sich auch hier im Nordteil der Insel befindet, verschifft wurde.


Das war auch jene Zeit, in der diese erste Kolonial-Siedlung auf Bonaire, der Ort Rincón, mit nur wenigen Gebäuden gegründet wurde. Eine größere Besiedelung wurde von den Spaniern vorerst noch nicht gefördert, weil die Insel ganz einfach zu wenig Schutz gegen Piraten geboten hat. Somit fehlte für eine Salzgewinnung in größerem Umfang natürlich auch die entsprechende Anzahl an Arbeitskräften, die man damals noch als Sklaven bezeichnete. Die haben später die Holländer aus Afrika hierher gebracht, wie sie die Insel im Jahre 1633 erstmals eroberten und wo dann auch eine Salzgewinnung in großen Mengen begann.

Wir fahren zurück nach Rincón, durchqueren die Inselteile Colombia und Bolivia und landen bald im Garten einer Art Straßenhütte im Norden der Hauptstadt Kralendijk, die als Restaurant „El Terraza“ bezeichnet wird. „Local Food“ wird angeboten. Das ist es dann tatsächlich. In einer ausgesprochen netten Atmosphäre werden uns unter der Laube im Garten von der Familie Speisen aller Art in köstlicher Zubereitung serviert. Vom Sohn des Hauses erfahren wir, dass er auf Bonaire einen Recyclingbetrieb eröffnen wird und bereits mit österreichischen Firmen wegen der Maschinen und dem sogenannten „Knowhow“ Kontakt aufgenommen hat. „Nirgendwo auf den Inseln in der Karibik gibt es Recycling“, meint er zum Abschluss und hofft natürlich auf beste Zukunftsaussichten.



Dann geht’s zurück zu den Schiffen. Nicht jedoch ohne zuvor Karel´s – mittlerweile unser aller Lieblingslokal während der beiden Happy-Hour-Stunden von 17.00 bis 19.00 Uhr - zu besuchen. Es ist bei weitem nicht nur die Vielzahl an „Corona“, die uns immer wieder auf der Terrasse des Lokals verweilen lässt, sondern vor allem die Vielzahl der Fische, die sich in all ihrer Pracht unaufhörlich vor der Terrasse des Lokals in der Karibischen See zeigen und der immer wieder schöne Sonnenuntergang, wo alle sehnsüchtig aber bisher leider vergebens auf den berühmten „Green Flash“ warten: Dem ganz kurzen Aufblitzen eines grünen Lichtes, bevor sich die Sonne an diesem Tag endgültig verabschiedet.


Donnerstag, 4. Dezember 2014

„BONAIRE – MEXICAN TRAIN DOMINO“

Wir können heute Morgen unsere gefüllten Gasflaschen in der Harbour-Marina abholen und dürfen wenig später unsere Borddamen zum „Shoppen“ an Land bringen. Zeit für die Skipper der drei Schiffe, sich ein wenig vom Bordalltag zu erholen oder jene kleinen Reparatur- und Wartungsarbeiten an Bord fortzusetzen, die sich ohnehin laufend ergeben. Auch am Ankerplatz.

Ich nutze die Zeit, um wieder einmal Wasser mit dem Watermaker zu produzieren, was nach Beendigung des Vorganges mit dem sogenannten „Rückspülen“ abgeschlossen werden sollte. Dieses Mal ist es eine weitere Schelle, die an Bord der Santina fast ein wenig Panik auslöst, weil diese besagte Schelle genau beim Seeventil gebrochen ist, dort, wo das in keinem Fall sein soll und darf, weil dann Salzwasser hemmungslos ins Schiffinnere strömt. Ein sofortiges Schließen des Seeventils stoppt den unerfreulichen Salzwasserfluss, nicht aber das Misstrauen gegenüber einigen anderen Watermaker-Schellen, weil es bereits der dritte „Schellen-Vorfall“ in dieser Sache ist. In den nächsten Tagen werden somit „Schellenbegutachtungen“ durchgeführt werden müssen.

Noch vor Sonnenuntergang treffen sich die Crews der SY Momo und der SY Santina an Bord der SY Manatee zum „Mexican-Train-Domino“, einem – wie der Name schon sagt – Domino-Gesellschaftsspiel. Es ist ein ebenso lustiges wie spannendes Spiel, eine Kombination aus Taktik und Spielwitz, vermischt mit „Steinchen-Glück“, was schon zu Beginn des Spiels beim Ziehen der Steine erforderlich ist. Zusammenfassend kann man feststellen, dass es ein mehr als vergnüglicher Abend war und durchaus behaupten, dass sich die Österreicher hier und heute weitaus besser und respektvoller geschlagen haben als bei allen Arten von Ballspielen, wenn unser großer Bruder aus Deutschland unser Gegner ist.


Mittwoch, 3. Dezember 2014

„BONAIRE – SCHNORCHELN“

Gestern sind Angelika und Helmut zu uns aufs Schiff gekommen und haben uns die ersten guten Tipps und Informationen über Puerto Rico gegeben und gute Ansteuerungsmöglichkeiten und Ankerplätze im Hafenhandbuch gezeigt. Dann wurde wieder geschnorchelt und dieses Mal kann auch ich behaupten, dass es ein großartiges Erlebnis war. Von der Muräne hab ich mich ein wenig fern gehalten, die anderen Fische waren bunt und vertraulich. Großes war nicht zu erwarten, auch nicht dort, wo es wieder ein wenig dunkler wurde. Es ist wirklich unglaublich, was sich da unter Wasser alles abspielt. Auch Gerda und Uli waren dieses Mal bei der Riff- und Fischbesichtigung dabei.



Bald nach der Happy Hour, zu der dieses Mal auch Roland und Annemarie und fünf Schweizer Segler gekommen sind, spazieren wir mit Angelika und Helmut ins Restaurant „It´s rain Fishes“, das dem Namen mehr als gerecht wird und das als ganz ausgezeichnetes Restaurant zu bezeichnen ist. Später gibt’s Rum an Bord der Santina. Zur Desinfektion.





Heute haben auch die ersten Wegpunkte ihren Eintrag im Chartplotter gefunden und zugleich wurden Ansteuerungsmöglichkeiten in Puerto Rico auch ein wenig genauer betrachtet. Je öfter man sich mit Puerto Rico befasst, umso interessanter und auch spannender wird die Insel und alles, was da rund herum noch im Wasser an Festland zu finden ist. Vor allem die vielen Nebeninseln im Osten von Puerto Rico, wie Vieques, Culebra, Culebrita und noch viele mehr, zeigen eine Vielzahl an Ankerplätzen. Wenngleich Puerto Rico die kleinste Insel der Großen Antillen ist, so zeigt doch ihre Größe im Vergleich zu den Kleinen Antillen, dass die Großen Antillen ihrem Namen doch gerecht werden. Langsam scheint sich eine gewisse Ruhe, verbunden mit einer Art Urlaubsstimmung einzupendeln.






Montag, 1. Dezember 2014

„BONAIRE – HAPPY HOUR“

Am Vormittag fahren wir mit dem Dinghy in die Marina, um uns anzumelden und um auch die Liegegebühren für die Boje zu bezahlen. Zu unserer Überraschung sagt man uns auch, dass hier auf Bonaire die blauen Campinggasflaschen gefüllt werden, was auch bei anderen Segelfreunden große Freude bereitet.


Wie bei vielen anderen Seglern auch, wird auch bei uns der erste große Landgang meist dazu genutzt, um zu sehen, was es im örtlichen Budget Marine alles so an Ersatzteilen gibt, die man vielleicht irgendwann einmal brauchen könnte. Wir finden passendes und kaufen „zur Sicherheit“ bei Budget-Marine eine neue Travellerschot und ein Großfall.

Uschi geht ihrer großen Bonaire-Leidenschaft, dem Schnorcheln nach. Dieses Mal mit Angelika bei deren „Privatriff“, das nur wenige Meter vor dem Bug der Santina liegt. Die Begeisterung über dieses Erlebnis ist jedes Mal die gleiche. Heute wurde sogar eine Muräne gesichtet. Nach diesem Bericht war ich fast ein wenig froh darüber, in der Zwischenzeit an Bord der Santina ein paar kleine Büroarbeiten erledigen zu dürfen.

Die Wetterberichte haben sich seit gestern wieder gänzlich verändert. Nichts mehr deutet auf südliche Winde hin, alles dreht sich wieder nach Osten, nur die Welle aus Nordost ist die gleiche geblieben. Wir treffen uns zur „Happy Hour“ bei Karel. Ab 17.00 Uhr beginnt diese Feierstunde an der Waterfront, während dieser Kübelweise Bier bestellt wird.


Uschi und ich besuchen das Restaurant „La Guernica“, besprechen jene Arbeiten, die es an Bord des Schiffes plötzlich doch noch zu erledigen gibt, planen ein wenig unsere seglerische Zukunft, essen vorzüglich und freuen uns, wie wir auf dem Rückweg immer noch unsere deutschen Segelfreunde bei Karel sitzen sehen. „Da können wir ja noch einen Abschlussdrink gemeinsam nehmen“, meint Helmut, was wir natürlich gerne machen. Eine nette Runde, die sich da wieder einmal gefunden hat.